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Ausstattung

In der Vorhalle befindet sich die Kopie eines Votivbildes mit der Gründungslegende . Der Gelöbnistext auf der Urkunde lautet: "Der gebenedeitisten Junckhfrauen Maria. Auf dem Hey Bichl, hab ich Adam Schöttl ober Jäger zue Mitten Waldt, und Maria, mein Hausfrau, dise Taffl Zue schuldiger danck- hsagung hierher machen lassen, so uns durch die selligiste Vorbitt, in Villen gefahren Ist geholfen worden. Anno 1694". Der Name Adam Schöttl ist historisch nachweisbar.

 

Die Braut blieb aber bis zur "Heimführung" in ihrem Elternhaus. Josef mußte es zutiefst verletzen, daß seine Frau ein Kind erwartete, "noch bevor sie zusammen- gekommen waren" (Mt 1,19). Dennoch wollte er sie nicht bloßstellen. Seine "Gerechtigkeit" zeigt sich in Takt und Nachsicht. Im Traum - für die Bibel eine besondere Form göttlicher Offenbarung - erfährt er die Wahrheit über das Kind.

 

Josef nimmt Maria als seine Frau zu sich und übernimmt die Aufgabe des gesetzlichen Vaters Jesu. Durch die im Gehorsam vollzogene Adoption wird Jesus, "geboren aus der Jungfrau Maria", in den Stammbaum des Königshauses David integriert: er ist der verheißene Davidssohn.

 

Was wir über die Figur des Kerkerheilandes wissen, berichtet Dekan Franz S. Gailler in seinem Buch "Vindelicia Sacra-Weilheimense": "Am öffentlichen Weg neben der Kapelle ist in jener Eiche, wo das Bild der seligsten Jungfrau stand, jetzt eine hölzerne Statue unseres Herrn Jesus mit dem Namen ECCE HOMO" Als später die Eiche gefällt werden mußte, fand die gotische Plastik im Vorbau einen würdigen Platz. Dieser gegeißelte Heiland erinnert an das Prophetenwort: "Er wurde verspottet, verachtet, gefesselt und mißhandelt, aber er tat seinen Mund nicht auf. Durch seine Wunden sind wir geheilt" (Jes. 52,4-6).