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Kuratiekirche Nantesbuch


                     Mariae Himmelfahrt

Mariae Himmelfahrt zu Nantesbuch
Schlicht und doch bemerkenswert auf ihre Art, präsentiert
sich die Filialkirche Mariae Himmelfahrt.
Der Name der kleinen bäuerlichen Siedlung Nantesbuch
geht wohl auf einen Rompilger namens Nantovinus
(Nantwin) zurück, dessen Reise in dieser Gegend ein tragisches
Ende nahm. Der Legende zufolge wurde der fromme
Wanderer im Jahre 1286 aufgrund einer Verleumdung
inhaftiert, unschuldig verurteilt und auf dem Scheiterhaufen
verbrannt. Bald darauf wurde Nantovinus als Heiliger verehrt.
Denkbar wäre, dass der Ortsname Nantesbuch mit einer
längst vergessenen Nantovinus-Kapelle in Verbindung steht,
die unter (oder nahe) einer Buche gestanden haben könnte.
Am 5. Mai 1757 legte Abt Leonhard Hochenauer vom
Kloster Benediktbeuern den Grundstein zu einem Gotteshaus,
das vermutlich von Johann Michael Fischer entworfen
worden war. Zum Baumeister wurde Joseph Hainz bestimmt.
Als Freskant war kein Geringerer als Johann Baptist
Zimmermann vorgesehen, der jedoch vor Arbeitsaufnahme
verstarb. Am 14. Juli 1836 fielen das barocke Kirchlein
sowie drei angrenzende Höfe einem Brand zum Opfer.
Bereits im Folgejahr konnte mit der Errichtung eines Gotteshauses
im Stile des 19. Jahrhunderts begonnen werden.
Seine Einweihung durch Pfarrer Alois Meyer erfolgte am 18.
Oktober 1840; schon damals - wie heute - gehörte die
Filialkirche Mariae Himmelfahrt als Kuratbenefizium zur
Pfarrei Iffeldorf a. d. Osterseen.
1854 war eine Vergrößerung um den Chorraum und um die
Sakristei notwendig. 1865 wurde der baufällige Turm aus
Holz abgerissen (er hatte beim Läuten und bei Sturm
gefährlich geschwankt) und, acht Jahre später, durch einen
Turm mit Spitzhelm zwischen Dreieckgiebeln aus Stein
ersetzt.
Das äußere Erscheinungsbild des Kirchenbaues mit flachem
Satteldach und aufsteigendem Rundbogenfries über dem
Portal orientiert sich an der Neoromanik.
Im Innern findet sich ein flach gedeckter Saal mit Ostempore.
Die Ausstattung ist vergleichsweise schlicht. Das
Maria-Immaculata-Gemälde über dem Hauptalter sowie die
Assistenzfiguren Hl. Benedikt (links) und Hl. Leonhard
(rechts) stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Barocken Ursprungs sind auch das gekreuzigte Heiland und
die Schmerzensmutter (Mater dolorosa).